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Protest geht auf die Straße

CDU macht Ankündigung wahr und druckt Plakate gegen Steintransporte

RÜTHEN - Mit einer Plakat-Aktion trägt die Rüthener CDU ihren Protest gegen die Steintransporter in der Innenstadt und den Ortsteilen im Wortsinn auf die Straße. Vorstandsmitglieder des Stadtverbands hängten nach einer Pressekonferenz am Montag ein erstes Plakat auf. Weitere sollen folgen. Die Union kündigte weiter reichende Schritte an.


Die Firma Spenner „war zu keinem Zeitpunkt zu Zugeständnissen bereit“, ist Vorsitzender Jürgen Augustinowitz überzeugt. Nachdem man über Monate hinweg in Gesprächen mit Geschäftsführer Dr. Dirk Spenner um einige Einigung gerungen hatte, war zuletzt kein K

ompromiss in Sicht. „Wir haben den Verhandlungstisch enttäuscht verlassen“, so Fraktionssprecher Friedhelm Thomas - nachdem man nach einem halben Dutzend Gesprächen „nichts als Verzögerungen und eine Hinhaltetaktik“ erlebt hatte (wir berichteten). Lediglich ein Schreiben der Firma, dass man eine solche Aktion als unangemessen erachte, sei eingetroffen.

Bahnhofsberg, Grabenwet, Kreisverkehr, die betroffenen Ortschaften wie Menzel, Nettelstädt und Berge: „Auf dem gesamten Weg werden die Plakate zu lesen sein“, kündigte Augustinowitz an. Man verlange nichts Unmögliches: Der Lkw-Verkehr aus Brilon soll nach Forderungen der CDU (sowie auch der SPD, die sich parallel mit einer Unterschriftenaktion stark macht) via Möhnestraße und B 55 zum Zementwerk rollen. „Ein Unternehmen muss bereits sein, wo immer möglich, ausgleichende Maßnahmen zu ergreifen - beispielsweise in einer freiwilligen Vereinbarung mit der Stadt“, so Augustinowitz. Erst recht, da ein Zementwerk ohnehin stark in die Umwelt eingreift.

Die Forderung in Richtung Landesregierung bleibt bestehen: Weickede müsse für Schwerlastverkehr gesperrt werden. Beispiele dafür gibt es: Sowohl in Erwitte als auch auf der B 1 in Salzkotten finden sich Beschränkungen des Lastverkehrs auf maximal 7,5 Tonnen. Das Argument, die Rüthener Landesstraßen würden die Lkw aufnehmen müssen, ziehe gar nicht, zumal ihre Bedeutung als gering eingestuft wurde, so Ortsvorsteher Hubert Sauerborn.

Bürgermeister Peter Weiken schloss sich spontan dem Protest an und half mit, das erste Plakat am Grabenweg aufzuhängen. Erfolgt keine Reaktion der Verantwortlichen, will die CDU ihren Protest ausdehnen. Wie das aussieht, will sie zu gegebener Zeit kundtun.

Quelle: Der Patriot

© CDU Stadtverband Rüthen 2012