Notfallversorgung hat höchste Priorität

Beide Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug aus Büren werden künftig in Bad Wünnenberg stationiert. Bei Notfällen rückten diese Fahrzeuge bisher auch nach Meiste, Kneblinghausen und Hemmern aus. Die drei CDU-Vorsitzenden Hans-Peter Oesterhoff (Meiste), Friedhelm Thomas (Kneblinghausen) und Stephan Deimel (Hemmern) haben gestern einen gemeinsamen Brief an Landrätin Eva Irrgang und an Rüthens Bürgermeister Peter Weiken abgeschickt: „Ohne zeitliche Verzögerung" müsse für eine Verbesserung der Situation gesorgt werden.

Neben den Menschen in den drei Dörfern sind auch die 600 Mitarbeiter der Meister-Werke betroffen: Die Zeit, bis ein Rettungswagen vor Ort sei, würde sich erheblich verlängern, wenn künftig Warstein als Notfallstandort für die Dörfer zuständig sei. Selbst bei optimaler Witterung sei die geforderte Rettungsfrist von 12 Minuten von Warstein nicht möglich - auf vereisten oder verschneiten Straßen dürften, so die Befürchtung, Rettungsfristen von 30 Minuten „künftig der Regelfall sein".

Abhilfe könnte nach Ansicht der Union die Errichtung einer eigenen Rettungsstelle in Rüthen schaffen: „Auch wenn der Sparzwang in der Kommunalpolitik mittlerweile zum politischen Alltag gehört, darf es nicht so weit kommen, dass Menschen in den Dörfern im Vergleich zu den Menschen in den Städten benachteiligt werden." Die Recherchen der CDU hätten zudem ergeben, dass im gesamten Stadtgebiet von Rüthen die geforderte Rettungsfrist von 12 Minuten im Jahr 2009 nur zu 74 Prozent eingehalten werden konnte: Bei den übrigen, insgesamt 83 Rettungseinsätzen, wurde die Frist überschritten. „Diese schon aktuell nicht zu akzeptierenden Werte" würden sich angesichts der Veränderungen in Büren noch weiter verschlechtern.

(Quelle: DerWesten, 29.10.2010)

 

weitere Informationen:

  • Brief der CDU Rüthen an Landrätin Irrgang und Bürgermeister Weiken vom 29.10.2010 zu diesem Thema (208 kb, pdf-Format)